Filme – mitunter für den Unterricht geeignet

Nicht im aufgeklärten Unterricht findet Täuschung statt, schon gar keine Indoktrination, wie immer wieder behauptet wird, sondern in der Tierindustrie und vonseiten all derer, welche sie aus Unwissenheit oder gar aus eigennützigen Gründen bewusst oder unbewusst unterstützen.

Nie war es so einfach, sich über die Hintergründe der Tierausbeutungsindustrie zu informieren, wie heute, und wer sich der Aufklärung verpflichtet sieht, darf sich auch der kritischen Selbstreflexion nicht verschließen, sondern ist verpflichtet hinzuschauen. In der öffentlich wirkenden Industrie werden lediglich Segmente eines sehr umfangreichen Systems dargestellt und dabei positive anmutende Aspekte suggeriert, ohne das Gesamtbild zu zeigen, so zum Beispiel bei Tierwohllabels aller Art oder Selbstverpflichtungen des Einzelhandels, welche etwa mit schönen Plakaten „bessere Haltungsbedingungen“ versprechen. Auf dieser Website kann ich nur eine bescheidene Auswahl an Aufklärungsmaterial vorstellen. Aufgeklärte Nutzer:innen seien zur Eigenrecherche aufgefordert: Was passiert mit JEDER Milchkuh am Ende ihres Rentabilitätszyklus? Was genau bedeuten Biolabels in der Praxix? Was geschieht mit Kälbern von Milchkühen? Was passiert mit „unbrauchbaren“ Küken in der Geflügelindustrie? Wie werden überhaupt die Nachkommen in der gesamten Tierindustrie „produziert“? Die Fragen zur Erfassung des Gesamtbildes nehmen schier kein Ende. Sei kreativ, stell deine eigenen Fragen und recherchiere!

Interview mit Bernd Ladwig – Gerechtigkeit für Tiere

Bernd Ladwig ist Professor für politische Theorie und Philosophie an der Freien Universität zu Berlin. Anlässlich der Erscheinung seines Buches Politische Philosophie der Tierrechte (Partnerlink) führt er das sehr empfehlenswerte Interview innerhalb des Formats Sternstunde Philosophie. Das Interview ist auch für den Unterricht für ältere Schülerinnen und Schüler sehr zu empfehlen.

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PETA Deutschland e. V. Tierrechtskonferenz 2021

Das Panel dieser Tierrechtskonferenz bietet drei sehr hoch interessante Vorträge von Hochschulprofessor:innen. Besonders inspirierend fand ich den Vortrag von Dr. Eva Meijer aus den Niederlanden. Auch Prof. Bernd Ladwig, den du bereits aus „Sternstunde Philosophie“ (oben) kennst, ist dabei.

Bitte beachte, dass es sich nachfolgend um eine Playlist mit fünf Videos handelt!

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Der Zeuge. Ein Dokumentarfilm von Tribe of Heart.

Diesen Film habe ich schon oft in Klasse 7 gezeigt. Er geht nur 45 Minuten, man hat danach noch gut Zeit, um darüber zu sprechen. Er enthält nur wenige „harte“ Sequenzen, hauptsächlich wird dokumentarisch ein Bauunternehmer bei seiner Tierschutzaktivität begleitet und dabei immer wieder interviewt. (>> kostenlos online ansehen)

Robert Marc Lehmanns Film über Ferkelproduktion.

Ich wüsste nicht, dass dieser Film eine offizielle Altersfreigabe hätte. Obwohl er keine Gewaltdarstellung zeigt, würde ich ihn erst ab Klasse 9 Zeigen. Der Film kam 2024 heraus und ist auf seine Art ein Novum, weil er völlig durchschnittliche und in Deutschland legale Verhältnisse in der Ferkelproduktion zeigt. Das Filmteam hatte freien Zugang zur Anlage, nichts wurde vorher „hergerichtet“. Wir sehen hochprofessionelle Aufnahmen legaler Zustände.

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Robert Marc Lehmanns Film über Milchkühe.

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Samara Eckardt – Tierindustrie transparent mit Samara.

Die Frau aus Lehmanns Film über Ferkelproduktion heißt Samara Eckard, sie hat ihre Verbeamtung als Förderschullehrerin aufgegeben und die Tierschutzorganisation Team Tierschutz gegründet. In ihrem Video erklärt sie sachlich die Praxis der Ferkelproduktion, ohne dabei harte Bilder zu zeigen. Dieses Video halte ich für schulische Kontexte als sehr gut geeignet.

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Pferdesport ist absurd – sagt die Wissenschaft

Selbst wenn Schüler:innen angesichts kritischer Diskussionen über landwirtschaftlich genutzte Tiere interessiert und mitunter empört sind, hört bei vielen der Spaß auf, sobald der Umgang mit ihren geliebten Reitpferden in Frage gestellt wird. Dieses Video möge euch inspirieren.

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„Norm“ – ein Kurzfilm

Viele Argumente, mit denen die Tierindustrie verteidigt wird, werden in ihrer Absurdität bloßgestellt, sobald sie auf humane Kontexte übertragen werden. Man möge sich also stets die Frage stellen: Würde ich dieses Argument auch akzeptieren, wenn es nicht um den Umgang mit Tieren, sondern um den Umgang mit Menschen gehen würde?

Der Kurzfilm „Norm“ versucht, genau diese Problematik aufzuzeigen.

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ARIWA – Animal Rights Watch e.V.: Todeskampf im Kohlendioxid: Schweine brutal mit CO2 gequält.

Das Absurde an der CO2-Betäubung ist der eklatante Widerspruch zur Intention des Tierschutzgesetzes § 4 (1): „Ein Wirbeltier darf nur unter wirksamer Schmerzausschaltung (Betäubung) in einem Zustand der Wahrnehmungs- und Empfindungslosigkeit oder sonst, soweit nach den gegebenen Umständen zumutbar, nur unter Vermeidung von Schmerzen getötet werden.“ Der Sinn der Betäubung besteht darin, das Tier möglichst wenig leiden zu lassen. Die Bilder in dem Video zeigen, dass genau das Gegenteil der Fall ist.

Da das Video auf Youtube einer Altersbeschränkung unterliegt, zitiere ich hier einen Satz der im Video zu sehenden Aktivistin Anna Schubert:

Auf unseren Aufnahmen sieht man, wie die Tiere verzweifelt versuchen, sich gegen das Gas zu wehren und irgendwie aus diesem Käfig zu entfliehen.

Anna Schubert

Agrarwissenschaftlerin und Rechercheaktivistin, https://www.ariwa.org

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Dominion (2018)

Wer sich diesen Film ansieht, den ermuntere ich dazu, während des Schauens seine Gedanken, Emotionen und möglicherweise aufkommende Rechtfertigungs- und Abwehrstrategien kurz festzuhalten und sie mir zuzusenden.

Ich rate ausdrücklich dazu, sich diesen Film nicht allein anzusehen und verweise auf das von der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) empfohlene Mindestalter von 16 Jahren. Das hier verlinkte Youtube-Video unterliegt ohnehin einer durch Youtube vorgenommenen Altersbeschränkung (ab 18), aber die Zugangsmöglichkeiten sind heutzutage ja vielfältig. Wer, wie von der FSK empfohlen, mindestens 16 Jahre alt ist, mag sich den den Film auf Raffaela Raabs Website an3x.org ansehen. Ich warne ausdrücklich vor wahrscheinlich sehr verstörenden Bildern!

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Earthlings (2005)

Der Vollständigkeit halber möchte ich auch auf diesen Film verweisen, auf den ich 2010 bei einer Recherche für meinen Ethikunterricht gestoßen bin. Ich habe ihn mir damals am späten Abend allein angesehen und mir in diesem Moment geschämt, Mensch zu sein. Es mag etwas pathetisch klingen, aber genau so habe ich mich gefühlt. Das ist auch der Grund, warum ich mir bis heute noch nicht „Dominion“ angesehen habe.

Wer sich diesen Film ansieht, den ermuntere ich dazu, während des Schauens seine Gedanken, Emotionen und möglicherweise aufkommende Rechtfertigungs- und Abwehrstrategien kurz festzuhalten und sie mir zuzusenden.

Ich rate ausdrücklich dazu, sich diesen Film nicht allein anzusehen und verweise auf das von der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) empfohlene Mindestalter von 16 Jahren. Das hier verlinkte Youtube-Video unterliegt ohnehin einer durch Youtube vorgenommenen Altersbeschränkung (ab 18), aber die Zugangsmöglichkeiten sind heutzutage ja vielfältig. Wer, wie von der FSK empfohlen, mindestens 16 Jahre alt ist, mag sich den den Film auf Raffaela Raabs Website an3x.org ansehen. Ich warne ausdrücklich vor wahrscheinlich sehr verstörenden Bildern!

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Bist du selbst vegan lebende Fachkraft für Bildung, Erziehung und Pädagogik?

Dann möchte ich dich einladen, unserer Whatsapp-Gruppe und / oder unserem Mitgliederbereich beizutreten. Dort tauschen wir uns aus und unterstützen uns gegenseitig. In unregelmäßigen Abständen treffen wir uns auch in Videokonferenzen.

Bedingung: Du lebst vegan und bist Fachkraft für Bildung, Erziehung oder Pädagogik (auch wenn du dich noch im Studium bzw. in der Ausbildung befindest, bist du willkommen!) ODER du führst freie Schulprojekte durch und hast bereits mindestens ein Projekt an einer Schule durchgeführt.

Dann schreibe mir gern über das Kontaktformular oder über eines der sozialen Medien.

Ich habe mich heute erstmalig getraut dem Lehrerrat mitzuteilen, dass bei Kollegiumsabenden immer Steakrestaurants und co. ausgewählt werden und Veganer mehr berücksichtigt werden sollten. Dazu hat mich unter anderem die Gruppe hier motiviert, danke euch 😊 VT

Olivia