Paradigmenwechsel
Hinsichtlich des Themas landwirtschaftlich genutzter Tiere sollten Lehrkräfte für einen didaktischen Paradigmenwechsel einstehen. Die Frage, ob Tiere ohne menschliche Not ausgebeutet werden dürfen, ist überlagert von allgemeinem Unwissen aufgrund allgemeiner Fehlinformation, verstärkt durch dreiste propagandistische Lobbyarbeit. Allein aufgrund der Fülle an vorhandenen falschen Vorstellungen und unseriösen Eigeninteressen gestaltet sich ein diskursives Erarbeiten der Frage, ob Tiere ohne menschliche Not ausgebeutet werden dürfen, sehr mühsam.
Mit Paradigmenwechsel ist gemeint, dass wir eine vegane Grundhaltung als gesetzten tierethischen Minimalkonsens betrachten dürfen. Allein die vegane Position entspricht aktuellen, strengen philosophischen Begründungskritierien (Widerspruchsfreiheit, Beachtung naturwissenschaftlicher Grundlagen etc.). Die Ausbeutung von Tieren für triviale Gründe (d. i. Nahrung, Kleidung etc.) lässt sich in modernen Industrienationen nicht ethisch rechtfertigen.
Die ethische Position des Veganismus ist als ebensolche gesetzte Selbstverständlichkeit zu unterrichten wie etwa die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die Kugelform der Erde und die Evolutionstheorie.
Die wenigen verfügbaren Unterrichtsstunden können nach dieser Grundlagenvermittlung sinnvoller für die Aufklärung von Falschdarstellungen, Täuschungen und unredlicher Lobbyarbeit verwendet werden.
Bist du selbst vegan lebende Fachkraft für Bildung, Erziehung und Pädagogik?
Dann möchte ich dich einladen, unserem veganen Lehrerzimmer (Whatsapp-Gruppe) beizutreten. Dort tauschen wir uns aus und unterstützen uns gegenseitig. Wir haben auch die Möglichkeit für Videokonferenzen.
Bedingung: Du lebst vegan und bist Fachkraft für Bildung, Erziehung oder Pädagogik (auch wenn du dich noch im Studium bzw. in der Ausbildung befindest, bist du willkommen!) und arbeitest in einer Bildungs- oder Erziehungseinrichtung.
Dann schreibe mir gern über das Kontaktformular oder über eines der sozialen Medien.
Ich habe mich heute erstmalig getraut dem Lehrerrat mitzuteilen, dass bei Kollegiumsabenden immer Steakrestaurants und co. ausgewählt werden und Veganer mehr berücksichtigt werden sollten. Dazu hat mich unter anderem die Gruppe hier motiviert, danke euch 😊 VT
Ich bin im veganen Lehrerzimmer aktiv, weil ich davon überzeugt bin, dass Bildung auch Verantwortung bedeutet – für Tiere, Umwelt und unsere gemeinsame Zukunft. Der Austausch dort ist für mich unglaublich bereichernd: fachlich fundiert, praxisnah und getragen von Menschen, die ähnliche Werte leben und in den Schulalltag integrieren.
Auch in rechtlichen Fragen erhalte ich dort hervorragende und kompetente Unterstützung, die mir im schulischen Alltag zusätzliche Sicherheit gibt.
Gerade durch meine Arbeit bei „Schüler für Tiere“ erlebe ich täglich, wie wichtig Aufklärung, Empathie und konkretes Handeln sind. Das vegane Lehrerzimmer gibt mir dafür neue Impulse, stärkt mich im Tun – und zeigt, dass wir gemeinsam deutlich mehr bewegen können.
